Die erste Kurbeltreter Ausfahrt (Sonntag 06.Mai 2018)

Am Sonntag den 06.Mai 2018 ging es los mit der ersten Kurbeltreter Tour durch den Aargau. Die erste Tour war auch die längste von den drei Touren die zur Auswahl stehen. Aber jede Tour wird wiederholt durchgeführt. Wir waren ein gut überschaubares Grüppchen. Nur zu dritt, eine vierte Person hat leider kurz vorher abgesagt. Aber für mich als Leiter spielt das keine Rolle. Ich fahr gern auch nur mit einer Person, da mir das Rennradfahren sowieso Freude macht. Viele Regeln musste ich ja nicht erklären, die Teilnehmer waren ja geübte Fahrer und wussten ja, wie man sich auf der Straße verhält.

Auf den Fahrradwegen abseits der Straße begrüße ich es, wenn man auch mal nebeneinander fährt. Sonst halt eher hintereinander. Auf längeren aufwärts Fahrten darf gern auch mal jemand anders vorne fahren. Wo es offensichtlich ist, dass man sich eh nicht verfährt.

So ging es um Punkt 09:00 zu dritt ab Bremgarten los. Fahrradwege und Straßen wechselten sich bis Thalheim ab wo es dann den ersten Pass zu besteigen gab. In Thalheim kann man auf einem schönen Radweg gemütlich auf die Staffelegg fahren, wo wir dann auch gut nebeneinander fahren konnten um etwas von sich zu erfahren. Das Wetter war bis hierhin noch etwas grau und die Hochnebelfetzen schwebten noch vor der Sonne, aber beim zweiten größeren Anstieg von Erlinsbach auf die Saalhöhe kam die Sonne und begrüßte uns mit all ihrer Kraft. Oben kurz die Aussicht genossen ging es rasant runter in Richtung Frick. Ein schnelles Stück wo man oft gut Rückenwind hat. Von Frick ging es dann über den Kaistenberg nach Laufenburg. Und über Sulz und Mönthal zurück nach Brugg und Bremgarten.

Das Mönthal strotzt nur von Farben. Grün über gelb und der Duft von den Rapsfeldern lag wunderbar in der Luft. Mit den Pollen hatte zum Glück keiner von uns Probleme. Uns ist aufgefallen wie viel Platz es hier in dieser Region noch gibt. Viel grün und unverbaut, so soll es auch bleiben. In der Region um Mönthal war an diesem Sonntag Schießen auf dem Programm. Der Schießstand lag unmittelbar auf unserer Strecke. Die lauten knallen haben sogar ein Reh erschreckt, was wiederum direkt vor uns über die Straße lief und über ein Feld im Wald verschwand. Dies war das einzige laute Geräusch an diesem Tag. Der Verkehr hielt sich gut in Grenzen und die Touren sonntags früh sind ideal dafür. Das mit dem Tempo haben wir gut hinbekommen. Aufwärts ist der eine oder andere auch schneller aber man wartet oben einfach auf alle Teilnehmer. Im großen und ganzen konnten wir das Tempo gut aufeinander einstimmen und wir fuhren immer in einer Gruppe, so soll es auch sein. Wir sind die Tour ziemlich durchgefahren und hatten am Schluss in Bremgarten im Stiefelknecht uns mit Getränken erfrischt. Wären wir mehr Teilnehmer gewesen, hätte ich ein kleiner kurzer Stopp mit Erfrischung auf dem schönen Streckenabschnitt in Mönthal organisiert. Aber einen Stopp war zu jederzeit möglich um die traumhafte Landschaft zu geniessen. Ich will eigentlich auch nicht viel von dieser Tour erzählen, sonst ist der Überraschungseffekt bei den zukünftigen Teilnehmer schon verflogen...Freuen wir uns einfach auf die kommenden Touren.

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Madeira mit dem Rennrad (Februar 2018)

Höhenmeter um Höhenmeter, Madeira machts möglich.

Ich fragte mich oft, ob es eine gute Idee war, ende Februar 2018 auf Madeira zu verreisen. Man liest immer, im Februar gibt es 10 bis 11 Regentage auf Madeira. Das nahm ich in kauf. Aber dieses Jahr schien wohl alles anders zu sein. Auch einheimische sagten mir, dieses Jahr wäre es ungewöhnlich. Schon im Januar hatten sie schlechtes Wetter. Das der Wind immer über die Insel zischt, ist normal. Aber gleich ganze Stürme die Felsen herunterstürzen ließen nicht. Dies habe ich in den 8 Tagen oft beobachtet. Ganze Straßen wurden gesperrt wegen herunterfallenden Felsen und Steine. So gesehen auch ziemlich gefährlich auf den Straßen. An der Nordküste in Porto Moniz, wo ich und ein Freund eine Ferienwohnung hatten, schien oft die Sonne. In den Bergen war es immer Nebelig und Nass. Aber immerhin haben uns die warmen Temperaturen gutgetan. Ich würde jederzeit wieder fahren. Madeira gehört zu Portugal und ist von Zürich aus in nicht mal 4 Stunden Flug zu erreichen. Je nach dem mit Zwischenstop in Lissabon, wie wir es hatten. Hauptstadt ist Funchal, der Flughafen liegt allerdings etwas östlich ausserhalb.

Die Inselbewohner machen es aus. Sie sind herzlich und freundlich. So kam es auch das ich mit dem Rad in den Bergen unterwegs war und auf einer Pflastersteinstraße die auf einmal mit Geröll und Schutt weiter ging und ich mit meinen schmalen Reifen nicht durch kam, jemand mit nahm. Ohne was zu sagen, hielt er mit seinem kleinen Wagen an und nahm mich 2 Km mit, bis die Straße wieder mit Asphalt bedeckt war. Er wusste genau das ich hier nicht fahren kann. Die Menschen auf der Insel sind sehr hilfsbereit und viele können auch einigermaßen Englisch. Sie sind gelassen und nicht so hektisch veranlagt wie wir es aus dem Norden sind.

Küste vor Lissabon

Sonnenaufgang in Porto Moniz

Pflastersteinstraße von Rabaçal nach Calheta

Ist mal die Straße ein paar Km schlecht, einfach rein springen.

Gebirge von Paul da Serra

Porto Moniz ist ein kleines Dorf, von wo ich 3 Touren aus machte. Start und Ziel ist immer wieder Porto Moniz. Ich wollte halt eher in den Westen von Madeira. Zum Rad fahren gehen wohl viele in den östlichen Teil. Aber der Westen hat auch viel zu bieten. Das Gebirge um Paul da Serra ist sehr schön. Wenn der Nebel nicht gewesen wäre. Alle Touren führten von Porto Moniz hoch über Santa Maria Madalena in Richtung Rabaçal. Einmal bin ich dann kurz nach Rabaçal, nach Ribeira da Janela runter und so nach Porto Moniz. Ein anderes Mal nach Prazeres und über Achadas da Cruz wieder zurück, dies war die Südküste und die dritte Tour beschreibe ich nun genau.

Anstrengend sind sie alle. Weil es die ersten 25 Km nur rauf geht. Viel Km macht man nicht. Aber Höhenmeter. Die dritte Tour war 70 Km und hatte über 2500 Höhenmeter. Auch bei dieser Tour geht es von Porto Moniz aus hoch in Richtung Paul da Serra. Bis fast nach Santa Maria Madalena hat man immer schönen Ausblick aufs Meer. Ist man beim Dorf vorbei, kommt man immer mehr ins Gebirge rein. Auch der Nebel der hier oft schleiert, gehört wohl einfach dazu, genau wie der Wind der an diesem Tag sehr heftig war. Bis fast nach Rabaçal gehts immer rauf und teilweise verlief die Straße hinter Felsen. So war man geschützt von sehr starken Böen, die einem fast vom Rennrad riss.

Es ging an diesem Tag nur langsam voran. Die Straßen bis nach Rabaçal hat viele Schlaglöcher und ist nicht gerade in einem guten Zustand. Jedoch auch mit sehr schmalen Reifen befahrbar. Als Schweizer bin ich wohl zu verwöhnt was die Straßenqualität angeht. Das Highlight kam dann kurz vor Rabaçal. Da führte meine Tour runter nach Calheta. Dies war eine Pflastersteinstraße. Das war mir nicht bewusst. Ich fuhr die Straße im dichte Nebel und heftigem Wind nur langsam runter. Nach ca. 1 Km führte die Straße mit Schutt und Geröll weiter. Dies war zuviel für meine dünnen Reifen und so kam es das ein Waldarbeiter der zufällig vorbeikam, mich mitnahm. Ich konnte auf sein Anhänger springen und ca. 2 Km mit ihm mitfahren bis die Straßen wieder asphaltiert waren. Ab Calheta sind die Straßen sogar wieder perfekt und es geht mit etwas schnellerem Tempo auf und ab durch die Dörfer Prazeres, Ponta do Pargo und schließlich rauf nach Achadas da Cruz bevor es dann wieder runter geht nach Porto Moniz. An den Küsten ist es weniger Windig und man kommt etwas schneller voran.

Viele Leute sagen das an der Südküste bessere Wetterbedingungen herrschen als im Norden. In diesen Tagen war es aber nicht so. Ich hatte das Gefühl die Wolken kamen von Süden und blieben hängen und schafften es nur teilweise in den Norden. Was der Vorteil war, die Sonne im Norden öfters zu sehen. Was das Wetter betrifft… einfach immer alles griffbereit haben. Von kurzer Hose bis Regenjacke… es ändert oft. Die Insel ist aber auch bei schlechtem Wetter sehr interessant und gefroren hab ich nie auf dem Rennrad. Warm war es immer. Eins muss aber klar sein. Lange Touren über 120 Km sind fast nicht möglich… man macht einfach sehr viele Höhenmeter. Man kann auch gut an der Küste entlang fahren und das Gebirge meiden, aber auch dann geht es auf und ab.

Auf den Straßen war ende Februar sehr wenig Betrieb, also teilweise fuhr ich über 30 Minuten ohne ein Auto zu sehen. Auch die verlängerten Schnellstraßen kann man gut nutzen. Man fährt immer durch viele Tunnels, aber selbst dies war ende Februar kein Thema. Sehr wenig Verkehr. Was sehr unangenehm war, ist der Wind gewesen. Selbst beim herunterfahren, wo man eigentlich einfach laufen lassen könnte, musste man stark bremsen. Der Wind war so heftig, dass er einem fast vom Fahrrad rieß und beim höheren Tempo war dies unangenehm. Madeira geht also gut in die Beine.

Beschriebene Tour

Kurz vor Porto Moniz

Region um Paul da Serra

Region um Paul da Serra

Oberhalb von Ribeira da Janela

Nordküste, von Ribeira da Janela aus

Küste bei Porto Moniz

Porto Moniz

Madeira hat aber noch viel mehr zu bieten, als nur Straßen zum Radeln. So kam es, das wir die Räder auch mal stehen ließen und mit dem Mietwagen Ausflüge machten. Ein Besuch der Stadt Funchal lohnt sich auf jeden Fall. Egal ob es der duftenden Gemüse und Obstmarkt in der Stadt ist, den ich manchmal hierzulande vermisse. Auch ein Ausflug auf den Monte lohnt sich. Mit einer Seilbahn fährt man über den Dächern der Stadt von der Küste bis ganz rauf auf den Hausberg. Von wo aus man eine herrliche Aussicht genießen kann. Mir selbst war die Fahrt nach oben etwas unangenehm, da der Wind auch an diesem Tag sehr stark war, fuhr die Gondel im Schaukeln hoch. Da bevorzugten wir das Taxi wieder zurück in die Stadt. Wer mag, kann sich auch im Strohschlitten runter chauffieren lassen. Zwei Gondolieres, die mit runterfahren, haben den Schlitten immer bestens unter Kontrolle und bremsen schon mal mit ihren Sohlen. Auch sehr empfehlenswert ist die älteste Straße von Funchal. Sie ist eine Kunststraße, mit vielen bemalten Türen. Funchal ist sehr lebendig und man kann sich einfach mit dem Strom mitreißen lassen. 8 Tage für diese Insel sind fast zu wenig. Ein Mietwagen lohnt sich auf jeden Fall auch. Da die Insel nicht so gross ist, ist man schnell vom Osten im Westen. Und wenn der Wagen genug gross ist, kann man auch die Rädern reinschieben. In diesem Sinne, gute Fahrt. Ich bin der Meinung, die Insel lässt sich gut selbst entdecken. Es gibt immer was zu sehen, ob die Wasserfälle in Rabaçal oder die Lavahöhlen von Sao Vicente (geht auch bei schlechtem Wetter). Lassen sie sich einfach treiben und genießen es.

Markthalle Funchal

Markthalle Funchal

Funchal

Funchal Monte

Älteste Straße Funchals

Älteste Straße Funchals

Älteste Straße Funchals

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Heimweg über Umweg (Januar 2018)

Im Monat Juni, gibt es die Aktion Bike to Work. Es geht darum, so oft wie möglich mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Warum das eigentlich nur ein paar Wochen im Jahr ist, ist mir ein Rätsel. 

Ich habe einen Arbeitsweg von ca 14 Km und versuch ihn so oft wie möglich zu fahren. Das bedeutet es gibt nur einen Grund nicht zu fahren und zwar wenn Schnee liegt. Ansonsten geht‘s immer. An Schneetagen ziehe ich die Bahn vor, weil das Auto für mich sowieso nicht in Frage kommt. Wohl gemerkt sind das dann aber die Tage, an denen ich zu spät zur Arbeit komme und dies obwohl ich früh auf den Zug ging... das Fahrrad ist für mich immer noch das zuverlässigste Fortbewegungsmittel. Ich wohne in Zufikon und arbeite in Schlieren.

Bis im Juni 2017 bin ich ihn immer direkt gefahren. Aber warum eigentlich nicht eine kleine Zusatzstrecke dran anhängen? Schliesslich bemerkte ich; es gibt 1000 Wege nach Hause. Ist jetzt etwas übertrieben, aber ich hatte auf einmal viele Arbeitswege. Mit der Zeit stand ich morgens auch immer etwas früher auf, weil es über Umwege auf dem Arbeitswege viel schöner ist und die Strassen früh morgens wie leer gefegt sind. So habe ich Arbeitswege von 14 bis 50 km, was einer Fahrdauer von 35 Minuten bis 115 Minuten bedeutet. Und so kam es irgendwann das ich täglich, sofern es trocken war, morgens ca. 2 Stunden auf dem Rad sass und Abends nochmals ca. 75 Minuten. Nur im Regen suchte ich den kürzesten Weg nach Hause. So ist es auch heute noch und wie ich mich kenne wird das in Zukunft auch so bleiben. Die Abwechslung macht‘s aus und wenn man oft den gleichen Weg fährt wird‘s langweilig, obwohl ich geschnallt habe, dass es auf immer den gleichen Wegen, immer wieder neues zu sehen gibt. Der Arbeitsweg als Training zu nutzen ist im Winter ideal, da ich am Wochenende nicht immer Lust habe, bei kalten Temperaturen aufs Fahrrad zu steigen. So schlägt man gleich noch zwei Fliegen mit einer Klappe. Zudem wurde mir der direkte Arbeitsweg zu kurz. Kaum losgefahren ist man schon angekommen.

Hier sind einige Bilder und Strecken von meinen Arbeitswegen zusehen und hoffe damit auch andere Menschen zu inspirieren und vielleicht lässt der eine oder anderen sein Auto in der Garage stehen und nimmt sein altes Rad wieder raus. Weil ich davon überzeugt bin, dass viele einen kurzen Arbeitsweg haben und dies auch machbar ist. Der Gesundheit und der Umwelt zuliebe.

 

Heitersberg Richtung Bellikon

38km Arbeitsweg Heitersberg

Sonnenuntergang Hägglingen

47km Arbeitsweg über Hägglingen

Albispass

35km Arbeitsweg am Fusse des Albis

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Mit dem Rennrad in drei Tagen durch die Schweiz (September 2017)

Erster Tag:

los geht es vom kleinen überschaubaren Dorf Zufikon im Kanton Aargau, wo ich selber auch wohne und aufgewachsen bin, nach Glarus. 

Es ist Anfang September 2017 und die Tage zuvor waren ungewöhnlich kühl und bis 1800 Meter hatte es geschneit. Nun aber wird es wieder wärmer. 

...Es gibt unzählige Wege bis nach Glarus und ja, ich hätte sicher einen flacheren Weg wählen können doch mir war es nach Berg und Talfahrt !  Daher habe ich mir die etwa 95 Kilometer lange Strecke über den Buchenegg Pass und Hirzel ausgesucht.

Zu Beginn fuhr ich dem mir bekannten flachen Fahrradweg am Flachsee entlang bis nach Jonen. Für diejenigen, die diese Strecke nicht kennen, wäre es schon nach ein paar 100 Meter ein Grund zum anhalten. Eine Sehr schöne Naturschutzgegend mit unzähligen Vogelarten. In Jonen angekommen geht es weiter über die Litzistrasse nach Hedingen. 

Leider enden hier auch zunächst die Fahrradewege und es geht abwechselnd auf Strassen, jedoch mit wenig Autoverkehr weiter nach Bonstetten und erstmals aufwärts in Richtung Aumüli (Stallikon).

Nach einer kurzen Abfahrt kommt der erste längere Anstieg am Bucheneggpass. Im Vergleich was mir in den kommenden Tagen noch bevorsteht, jedoch kurz. Während der Abfahrt auf perfekten Strassenbelägen von Buchenegg geniesst man eine traumhafte Aussicht auf den Zürichsee bis in die Stadt Zürich. Einfach wunderbar ! 

Am Wildnispark Langenberg vorbei geht es in Richtung Langnau am Albis, dann geht es quer durch den Sihlwald auf der Sihltalstrasse ein richtig schnelles Stück der Strecke auf der es sich leicht treten lässt und schnell voran kommt. Immer der Sihl entlang bis der Kreisel und die Abzweigung Hirzel kommt. 

Hier beginnt der zweite Anstieg, nicht sehr steil, jedoch mit viel Verkehr. 

Später bemerkte ich, dass es der einzige Abschnitt mit viel Verkehr war. Im Dorf Hirzel wählte ich die Abzweigung Schönenbergstrasse die nach Schönenberg und Samstagern führt. Eine wunderbare Strecke mit saftigen Wiesen und leuchtenden Feldern. Von hier aus kann man gut schon die ersten Berge sehen. Eine Ländliche Gegend ohne viel Tourismus, wie sie eben sein soll. Hier riecht man den Geruch von weidenden Tieren und Bauernhöfen. 

In Samstagern geht es wieder runter nach Wilen bei Wollerau und schlussendlich gelangt man so an den Zürichsee. 

Auf flachen Wegen führt die Route nach Lachen und Siebnen. Eigentlich auch eine schnelle Strecke währe der Wind hier nicht so unangenehm. 

Weiter geht es nach Reichenburg und Bilten. 

In Bilten kommt man fast automatisch wieder auf einen Fahrradweg fern ab der Strasse. Wunderschöner Belag der noch durch die kleinen Dörfer Nierderurnen und Oberurnen führt. 

In Glarus angekommen, geniesst man als erstes ein Bier aus dem Glarnerland, das Adler. 

 

Na dann Prost ! 

 

1.Tag

Bucheneggpass

Blick auf den Zürichsee

Zweiter Tag:

Nach dem Frühstück und einer Nacht in einem Hotel mache ich mich früh auf den Weg. 133 Km und etliche Höhenmeter gilt es zu überwinden. 

Zwei Pässe, zum einen der Klausenpass zum andern der Sustenpass. 

Das Ziel: Innertkirchen.

 

Von Glarus geht es nun, bei eher kühlen Temperaturen los in Richtung Linthal. Der stetige aber leichte Anstieg ist eine gute Aufwärmphase bevor es in Linthal dann richtig steil aufwärts geht, denn in Linthal beginnt der Klausenpass durch Urnerboden. Bis zum Urnerboden, der in der Mitte des Aufstiegs zum Klausenpass liegt mit einem Hochtal das sich auf fast 8 Kilometern erstreckt mit flachen und nicht zu steilen schönen Strassen. Man hat das Gefühl sich etwas zu erholen !

Der Urnerboden ist bewohnt und im Sommer sind hier zahlreiche Kühe auf den umliegenden Wiesen, und weil sie nicht „wirklich„ eingezäunt sind auch auf der Strasse anzutreffen. 

Eine wunderschöne Landschaft vor allem  für die Tiere, wohl das Paradies, sich so frei bewegen zu können!

Nach diesem 8 Kilometer flachen Stück gilt es wieder zu schwitzen. Es geht weiter über Haarnadel-Kurven auf den 1948 Meter hohen Klausenpass. Oben angekommen liegt sogar noch etwas Schnee. Es ist kühl und diesig und demzufolge die Aussicht auch nicht so toll. Ebenso die Abfahrt nach Altdorf, man meint der Winter hat im September Einzug gehalten.

Die Fahrt geht mit schnellem Tempo nach Erstfeld. 

Ab Erstfeld bis nach Wassen beginnt es leicht anzusteigen. Gut ist es, das die Strecke wenig mit Autos befahren ist, denn die alte Strasse verläuft direkt neben der Autobahn und die meisten Autofahrer benutzen auch diese. Der Klausenpass, sowie der Sustenpass der jetzt vor mir liegt, werden im Sommer viel von Motorradfahrern befahren, da heisst es aufpassen. Die Strasse des Sustenpasses ist meiner Meinung nach sehr anstrengend. Zu Beginn gibt es zwei, drei Kurven, dann eine sehr lange immer steiler werdende Gerade und endet mit wiederum von zwei bis drei Kurven. Man hat das Gefühl diese Strasse ende nie. 

Aber sie ist sehr schön!

Oben auf 2224 Meter Höhe des Susten spürte ich den „Winter„ . Auf der steilen Auffahrt hatte ich noch geschwitzt, hier oben ist es nebelig, es fieselt und es sind 7 Grad die ersehnte Aussicht konnte ich auch nicht geniessen. Aus diesem Grund halte ich mich auch nicht lange auf und setzte mich wieder abwärts, vorbei am Steingletscher durch die Orte Gadmen und Nessental, in Bewegung. Wieder erwartend eine schöne Gegend und hier kann auch sehen das die moderne Architektur ausblieb und die Dörfer noch so belassen wurden wie man sich Dörfer in den Bergen vorstellen kann und sein sollten.

Weiter geht es Talwärts in Richtung Innertkirchen. Hier endet mein zweiter Tag und freue mich auf meine Unterkunft. Vorallem auf eine warme Dusche.

2.Tag

Klausenpass

Klausenpass

Klausenpass

Altdorf

Altdorf

Sustenpass

Dritter Tag:

Am dritten und leider der letzte Tag geht es nach einem sehr reichhaltigen Frühstück weiter. 

Geplant ist über den Grimselpass ins Wallis nach Brig oder Sion zu fahren.

Von Innertkirchen aus hat man die Qual der Wahl, mit idealen Ausgangspunkten nach Brig oder Sion zu gelangen, aber auch  mit einigen Steigungen. Auf Grund der nicht so tollen Wetterlage entschied ich mich für eine andere flachere Strecke eine zwei Seen-Tour , entlang dem Brienzer- und Thunersee in Richtung der Bundeshaupstadt Bern, zu fahren. Auf diesem Weg könnte man auch kurz vor Brienz wieder über den Brünigpass in Richtung Luzern und Aargau fahren.

Für diese flachere Etappe stehen mir genau 105 Kilometer mit leichten Steigungen von Innertkirchen aus bevor.

In Brienz angekommen, der übrigens einen Stopp wert ist, mit wunderschönen alten Häusern mit herrlichen Gärten oder Blumenbepflanzug an den Fenstern und keinerlei moderne Bauten die den Anblick des Städtchens stören ging die Fahrt weiter in Richtung Interlaken vorbei am rechten Ufer des Thunersee nach Thun. 

Inzwischen erreichte ich Thun wo man wieder vor der Wahl steht, fährt man in Richtung Freiburg nicht zu verwechseln mit Freiburg i. Br. – oder Richtung Bern zu der ich mich schließlich entschieden hatte. Übrigens, entlang des Thunersees fährt man wieder an sehr schöne Dörfer, kleine Städtchen wie zu Beispiel die Ortschaft Spietz in der ein zwischen Stopp lohnenswert ist, vorbei.

Nun in Bern endet meine Fahrradtour. Genauer gesagt in der Altstadt, in der ich mir ein Bier gönne.

Zurückblickend waren diese 105 Kilometer von Innertkirchen bis hier wie im Flug vorüber gegangen. Insgesamt gerechnet waren es 333 Kilometer mit teils sehr anstrengenden und schweisstreibenden Steigungen, die aber auf den Passhöhen mit herrlichen Aussichten, die mir leider nicht so vergönnt waren, belohnt werden, und die schönen flachen Etappen in dem der eine oder der andere Stopp sich lohnten.

Rund um gesehen war die Radtour ein tolles Erlebnis, besonders weil es auch meine erste Radtour über drei Tage war.

Nun, da ich daran gefallen gefunden habe wird es nicht die Einzige bleiben 

Ich werde berichten!

Eine Anmerkung zum Schluss habe ich noch…

Für Rennräder mit dem ich unterwegs war gibt es einige ausgezeichnete Fahrradwege die leider oft mit einem Kiesbelag endeten. Also befuhr ich meine Etappen auch oder meistens auf Autostrassen. Mit Glück hat man relativ wenig Verkehr, ich hatte das Glück ! Und übrigens...Die Zeiten bei Googel Maps stimmen nicht, die einen sind schneller die anderen langsamer auf dem Rad...

 

 

Das Bier ist ausgetrunken und es geht zum Bahnhof wo mein Zug in Richtung Aargau auf mich wartet…